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Der Reifen, wie wir ihn heute kennen, wurde erst durch mehrere, relativ kurz nacheinander gemachte Erfindungen möglich: Der Amerikaner Charles Goodyear meldete 1844 das Vulkanisieren von Gummi zum Patent an, der Schotte Thomson meldete 1845 den vulkanisierten Gummireifen für Fahrräder zum Patent an - fand aber keine Abnehmer für seine Idee, 1888 patentierte der Schotte John Dunlop einen einfachen Fahrradluftreifen bis dann endlich dem Franzosen Michelin 1889 mit Erfindung eines Luftreifens mit Schlauch der wirtschaftliche Durchbruch gelang. Die daraus entstandenen Reifenhersteller Goodyear, Dunlop und Michelin hatten sich, hauptsächlich durch den Motorsport, zu heute weltbekannten Marken entwickelt. Die Erfindung des Luftreifens hatte zur Folge, dass die Hochräder innerhalb weniger Jahre vom Markt verschwanden [1].

Davor waren neben Vollmetallrädern zumeist Holzräder im Einsatz, die, weil das Holz viel zu verschleißintensiv ist, mit einem eisernen Ring beschlagen waren. Diese Reifen halten auch den hölzernen Radkranz mit seinen Speichen an der Nabe. Aufgezogen wurde der Reifen in erhitztem Zustand, dabei hat er sich ausgedehnt, und beim Erkalten zieht er sich fest.

Der Rest des Rades hält nur auf Spannung. Löst man den Reifen, lassen sich so gebrochene Teile leicht auswechseln. Eine vergleichbare Technik verwendet noch heute der Fassküfer, der bei der Fassherstellung Fassreifen verbaut. Sie halten die Fassdauben zusammen und bestehen heute aus Metall, früher fertigte der Reifschneider hölzerne Fassreifen. Die Technik ist seit der Antike bekannt.

Reifenpannen waren früher genauso an der Tagesordnung wie heute, da auch der beschlagene Reifen verschleißt. Daher war entlang der Verkehrswege eine ähnliche Reparatur-Infrastruktur vorhanden wie heute; wie auch der Hufschmied fand sich der Wagner oder Stellmacher früher in jedem größeren Dorf und ist seither als häufiger Familienname erhalten (siehe Wagner als Familienname).


Reifenpannen waren früher genauso an der Tagesordnung wie heute, da auch der beschlagene Reifen verschleißt. Daher war entlang der Verkehrswege eine ähnliche Reparatur-Infrastruktur vorhanden wie heute; wie auch der Hufschmied fand sich der Wagner oder Stellmacher früher in jedem größeren Dorf und ist seither als häufiger Familienname erhalten (siehe Wagner als Familienname).



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geschrieben von Nue Munishi - 15.09.2009 - 23:41
 


 
 

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